Immobilienkäufer kann Makler nicht für Falschangaben des Verkäufers haftbar machen

Der Makler darf regelmäßig auf Angaben des Verkäufers vertrauen

Wenn der Verkäufer einer Immobilie falsche Angaben macht, kann dafür n i c h t der Makler haftbar gemacht werden. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. (vgl. BGH, Urt. v. 28.09.2000 – III ZR 43/99 -).

Jedoch gelte auch weiterhin, dass ein Makler Informationen, die er von dem Veräußerer erhalte, grundsätzlich ungeprüft weitergeben dürfe (vgl. BGH, Urt. v. 16.09.1981 – IVa ZR 85/80). Das setze allerdings voraus, dass der Makler die betreffenden Informationen – insbesondere, wenn er diese in einem eigenen Exposé über das Objekt herausstellt – mit der erforderlichen Sorgfalt einhole und sondiere. Dazu gehöre, dass der Makler keine Angaben der Verkäuferseite in sein Exposé aufnehme, die nach den in seinem Berufsstand vorauszusetzenden Kenntnissen ersichtlich als unrichtig, nicht plausibel oder sonst als bedenklich einzustufen seien. Hiervon abgesehen, schulde ein Makler seinem Auftraggeber grundsätzlich keine Ermittlungen. Er dürfe im Allgemeinen auf die Richtigkeit der Angaben des Verkäufers vertrauen.